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Inhaltsverzeichnis:

  1. Zum Begriff „Geographie“
  2. Teilbereiche der Geographie und ihre Nachbarwissenschaften
  3. Interdisziplinarität
  4. Methodenvielfalt und Medieneinsatz
  5. Zielsetzungen und Selbstverständnis des Faches
  6. Berufsmöglichkeiten
  7. Sekundarstufe I
  8. Sekundarstufe II
  9. Lehrmaterialien
  10. Fachkollegium 

 

1. Zum Begriff „Geographie“
Der Begriff Geographie leitet sich aus dem Griechischen ab (ge-: Erde, Erdboden, Land und graphein: (be-)schreiben), bedeutet also Erdbeschreibung. Der deutsche Begriff Erdkunde macht schon deutlich, dass es bei dem Fach um eine komplexere Betrachtungsweise geht. Und zwar versteht sich die Erdkunde heute als eine vielseitige Raumwissenschaft, die Erscheinung, Struktur, Potenzial und Funktion von Räumen der Erdoberfläche analysiert, deren Begründungs- und Wirkungszusammenhänge verdeutlicht, Folgen bei Eingriffen in diese Zusammenhänge aufzeigt und Lösungsvorschläge anbietet.

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2. Teilbereiche der Geographie und ihre Nachbarwissenschaften
Die unter Abschnitt 1 angesprochene Komplexität des Faches Erdkunde wird durch die nachfolgende Aufgliederung verdeutlicht. In der letzten Spalte sind jeweils die Fachbereiche aufgeführt, auf deren Gesetzmäßigkeiten der in derselben Zeile auftauchende Bereich der Geographie nicht ausschließlich, aber in stärkerem Maße zurückgreift. Diese Gesetzmäßigkeiten werden damit - soweit den Schülerinnen und Schülern (SuS) schon bekannt - gefestigt oder - falls ihnen unbekannt - neu vermittelt.

 

Physische Geographie Nachbarwissenschaften Naturwissenschaften
Geomorphologie Geologie, Geophysik Geowissenschaften
Klimageographie Klimatologie, Meteorologie Physik, Chemie
Hydrogeographie Hydrologie Physik, Chemie
Maritime Geographie Ozeanographie Physik, Chemie, Biologie
Bodengeographie Pedologie Chemie, Biologie
Vegetationsgeographie Botanik Biologie
Zoogeographie Zoologie Biologie
Anthropogeographie  Nachbarwissenschaften Kultur- und Sozialwiss.,
Wirtschaftswissenschaften
politische Geographie Politische Wissenschaften  
Sozialgeographie Soziologie  
Siedlungsgeographie Architektur, Städtebau  
Raumforschung Architektur, Städtebau  
Landesplanung Architektur, Städtebau  
Bevölkerungsgeographie Demographie, Völkerkunde  
Religionsgeographie Religionswissenschaft, Völkerkunde  
Agrargeographie Agrarwissenschaften VWL, BWL,Wirtschaftstheorie
Industriegeographie  Industriewissenschaften VWL, BWL,Wirtschaftstheorie
Handels- und Verkehrsgeographie Verkehrswissenschaften  
Historische Geographie Geschichte Geschichtswissenschaften

 

3. Interdisziplinarität
In der Vergangenheit ist dem Fach Erdkunde und der Geographie als Wissenschaft wiederholt der Vorwurf gemacht worden, dass der thematische Ansatz viel zu breit sei (vgl. Abschnitt 2). Entsprechende Kritik ist aber in der Gegenwart verstummt, da die umfassende und aspektreiche Betrachtungsweise der Geographie in der heutigen Zeit zur Stärke wird, da Lösungen der immer komplexeren Probleme nur durch interdisziplinäre,also fachübergreifende Betrachtungsweisen wirkungsvoll und nachhaltig gestaltet werden können. Da der Erdkundeunterricht eigene Themen und Arbeitsweisen generiert, aber sie auch aus verschiedenen Fachbereichen bezieht und integriert, vermittelt das Fach Erdkunde eine der zentralen Schlüsselqualifikationen der Gegenwart und der Zukunft, nämlich die Fähigkeit zu interdisziplinärem und vernetztem Denken und Arbeiten.
 

4. Methodenvielfalt und Medieneinsatz
Dem Fach Erdkunde steht eine große Bandbreite an Methoden zur Verfügung, die auch Eingang in den Unterricht an unserer Schule findet, z.B.:

  • Interpretation von Texten, Karikaturen, Karten, Fotos (u.a. Satelliten- und Luftbildfotos), Filmen, Diagrammen, Statistiken/Tabellen, Experimenten, 
  • Entwurf von eigenen Karten, Diagrammen, Profilen, Mind maps, Wirkungsgeflechten, Schemata
  • Durchführung von Exkursionen, Felduntersuchungen, Projekten, Konzipieren und Schreiben von Haus- und Facharbeiten und Referaten, u.a. unter Verwendung moderner Präsentationstechniken (z.B. Powerpoint)
  • Arbeiten im und mit dem Internet

Die Anwendung dieser Methoden wird dadurch unterstützt, dass die Schule über zwei Erdkunderäume und eine gut ausgestattete Erdkundesammlung verfügt. So lässt sich der Medieneinsatz recht variantenreich gestalten. U.a. stehen den SuS und Lehrkräften zur Verfügung:

  • der eingeführte Diercke-Weltatlas, aber auch andere Atlanten (z.B. Alexander-Weltatlanten, Luftbildatlanten, topographische Atlanten) und Textmaterialien in Kursstärke
  • topographische Karten und anderes, auch digitales Kartenmaterial
  • zahlreiche Transparent-Folien und Folien-Atlanten
  • Dias, Luftbilder, Poster
  • Videos und DVDs
  • einzelne dreidimensionale Modelle (Tellurium u.a.)
  • Gesteinssammlung
  • umfangreiche Software zum PC-Einsatz einschl. GIS (geographische Informationssysteme)
  • Instrumentarium für Felduntersuchungen (z.B. Orientierung im Gelände, einfache meteorologische Messungen, Bodenanalysen, einfache Wasseranalysen)
 
5. Zielsetzungen und Selbstverständnis des Faches
Räumliche Verhältnisse sind allgegenwärtig, z.B. bei:
  • der Planung einer Fahrrad- oder Bergtour,
  • bei der Wohnungs- oder Haussuche unter Beachtung des Wohnumfeldes,
  • bei tourismusbedingter Entwaldung in den Alpen.
Daher ist es von entscheidender Bedeutung für die Menschen - heute aufgrund der zunehmenden Raumenge mehr denn je - sich erdgerecht, d.h. natur- und sozialraumverträglich zu verhalten. Dafür ist es wichtig, bestimmte raumbezogene Schlüsselqualifikationen zu entwickeln. Dazu leistet der Erdkundeunterricht einen entscheidenden Beitrag, etwa durch Förderung
  • der räumlichen Orientierungsfähigkeit
    z.B. durch Bestimmung von Himmelsrichtungen, Sonnenstand, natürlichen oder menschengeschaffenen topographischen Punkten u .a.
  • des strukturgeleiteten Raumverhaltens Denken und Handeln in räumlichen Strukturen und die Erarbeitung von Raumgesetzlichkeiten, z.B.: die Einteilung in Klima- oder Bodenzonen, das Verhalten am Strand, Beobachtung von Sandkorngrößen, Dünenverteilung, Anlage von infrastrukturellen Einrichtungen o.ä.
  • des prozessorientierten Raumverhaltens
    Viele geographische Phänomene sind einer Dynamik, oft einer regelhaften, gerichteten Veränderung unterworfen, z.B.:
    • die Entwicklung der Lüneburger Heide von den Eiszeitaltern bis heute,
    • die Entwicklung der UdSSR zur GUS
    Dabei lernen die SuS: - prozesshafte Entwicklungen zu erkennen,
    • Ursache-Folge-Beziehungen dieser Veränderungen zu durchschauen,
    • zukünftige Prozesse abzuleiten.
  • des systemisch verträglichen Raumverhaltens
    über räumliche Entfernungen hinweg gibt es Wechselwirkungen, gegenseitige Beeinflussungen, Vernetzungen:
    z.B. Desertifikation als Zusammenspiel physisch- und anthropogeographischer Faktoren
    z.B. Gründung einer Fabrik in Abhängigkeit von verschiedenen 
    Standortfaktoren einerseits und der Beeinflussung des wirtschaftlichen und sozialen Umfeldes andererseits
    z.B. Bau einer Schnellstraße mit seinen ökologischen, wirtschaftlichen u.a.  Zusammenhängen
    Dabei lernen die SuS: - Wechselwirkungszusammenhänge kennen,
    • sich angemessen im Raum zu verhalten,
    • Folgen abzuschätzen.
  • von Problemvermeidungs- und Problemlösungsfähigkeit
    Probleme können durch erdgerechtes Verhalten vermieden werden. Da dieses tw. fehlt, entstehen Probleme, die nur bei entsprechender Problemlösungsfähigkeit der Betroffenen bewältigt werden können. Zur Entwicklung dieser Fähigkeit leistet der Erdkundeunterricht einen wichtigen Beitrag.
  • von ethischem Raumverhalten
    Den SuS muss die Bereitschaft zu erdgerechtem Verhalten anerzogen werden. Dazu bedarf es der Vermittlung bestimmter sittlicher Werte und Normen, was der Ek-Unterricht auch leisten kann.
  • von Denken und Handeln in globalen Kategorien
    Das Prinzip "Lokal handeln - global denken" wird im Ek-Unterricht vermittelt, dass also räumlich begrenztes Handeln weltweite Konsequenzen haben kann:
    z.B. die Abholzung des tropischen Regenwaldes in seiner Auswirkung auf das Weltklima,
    z.B. die überdüngung von landwirtschaftlich genutzten Flächen.
  • von erdgerechtem Verhalten als Verknüpfung dieser Einzelqualifikationen 
    Jede der o.a. Schlüsselqualifikationen ist notwendig, aber für sich allein genommen nicht hinreichend. Das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Teile. Und diese erforderliche Zusammenschau vermittelt der Erdkundeunterricht.
Aus den vorher dargelegten Gedanken ergibt sich, dass Erdkunde:
  • ein Zentrierungsfach ist. Verschiedene Wissenschaften, die oft nicht durch ein eigenes Schulfach repräsentiert sind wie Geologie, Ozeanographie, Hydrographie usw. (vgl. Abschnitt 2), integriert das Fach Erdkunde.
  • ein Dienstleistungsfach ist, da es verschiedenste Kompetenzen methodischer (Kartenlesen, Profile und Diagramme zeichnen usw.) (vgl. Abschnitt 4) wie auch didaktischer Art (z.B. Schulung in differenziertem Betrachten, in Transfer, in problemlösenden Denken u.ä.) vermittelt, die auch in anderen Fachbereichen benötigt werden.
(Zusammengestellt aus einem Vortrag von Prof. Köck, gehalten auf dem Fachtag Geographie der Bezirksregierung Lüneburg im Juni 1995)

Weitere Informationen sind auch dem "Grundlehrplan Geographie", hrsg. vom Verband Deutscher Schulgeographen e.V., zu entnehmen. (s. z.B. unter http://www.erdkunde.com/info/infox.htm#Verlautbarungen)
 
6. Berufsmöglichkeiten
Durch die Methodenvielfalt (vgl. Abschnitt 4) und vor allem den interdisziplinären Arbeitsansatz, durch die Vernetzung verschiedener Fachbereiche miteinander (vgl. Abschnitt 3), unterstützt durch die gute Ausstattung der Erdkunde-Sammlung und die Kompetenz der Fachlehrer/innen, kann der Erdkundeunterricht die Schülerinnen und Schüler vorzüglich auf Beruf und Studium vorbereiten. Vor allem für Studienfächer wie Wirtschafts- (VWL, BWL), Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften kann der Erdkundeunterricht wichtige Grundlagen vermitteln.
Ganz entscheidend wird das Fach Erdkunde für SuS, die Studiengänge wie Geographie, Geologie, Geophysik, Paläontologie, Raum- und Stadtplanung, Landschaftsplanung, Umweltschutz, Landschaftsökologie anstreben.
 
 
7. Sekundarstufe I (Sek I)
7.1 Stundenverteilung
Folgende Tabelle erhellt die Stundenverteilung des Erdkundeunterrichts in der Sekundarstufe I:
Klasse 5 2 Jahreswochenstunden 
Klasse 6 1 Jahreswochenstunden
Klasse 7 2 Jahreswochenstunde
Klasse 8 1 Jahreswochenstunde
Klasse 9 2 Jahreswochenstunden
Klasse 10 2 Jahreswochenstunden

 

7.2 Curriculare Vorgaben des Landes Niedersachsen für das Fach Erdkunde
 
8. Sekundarstufe II (Sek II)
Erdkunde ist an unserer Schule seit ihrer Gründung auch für Oberstufenschüler/innen ein beliebtes Fach, d.h., dass SuS der Oberstufe in den zurückliegenden Jahren Erdkunde oft als Unterrichtsfach gewählt haben, obwohl es keine Belegungsverpflichtung für dieses Fach in der Kursstufe gab. Derzeit wird Erdkunde im Rahmen der Grundkurse angeboten.
Damit stellt sich die Situation des Faches Erdkunde in der Sekundarstufe II wie folgt dar:
 
Klasse 11/12 : 4 Jahreswochenstunden als Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau für SuS im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt
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8.1 Currriculare Vorgaben Sek II des Landes Niedersachsen für das Fach Erdkunde G9
       Werden zur Zeit durch das Ministerium erstellt.
 
9. Eingeführte Lehrwerke Sek I und Sek II
 
9.1. Eingeführte Lehrwerke, die den SuS über die Schulbuchausleihe zur Verfügung stehen:
 

9.2. Sek I

Die mit dem link verbundene Verlagsseite bietet zusätzliche Informationen, u.a. ist hier auch das Durchblättern möglich.

 

Jahrgang 5/6 fuenf 

https://www.klett.de/catalog/modal-iframe?src=https%3A//klettbib.livebook.de/978-3-12-104613-3/&title=Bl%C3%A4ttern+im+Buch+-+TERRA+Erdkunde+f%C3%BCr+Niedersachsen+-+978-3-12-104613-3

Jahrgang 7/8  sieben

https://www.klett.de/catalog/modal-iframe?src=https%3A//klettbib.livebook.de/978-3-12-104614-0/&title=Bl%C3%A4ttern+im+Buch+-+TERRA+Erdkunde+f%C3%BCr+Niedersachsen+-+978-3-12-104614-0

Jahrgang 9/10  neun

https://www.klett.de/catalog/modal-iframe?src=https%3A//klettbib.livebook.de/978-3-12-104615-7/&title=Bl%C3%A4ttern+im+Buch+-+TERRA+Erdkunde+f%C3%BCr+Niedersachsen+-+978-3-12-104615-7

 

 

9.3 Sek II

Die hier verwendeten Lehrwerke werden durch die jeweilige Lehrkraft zu den durch das Zentralabitur vorgegebenen Themen direkt ausgewählt und sind durch die SuS selbst zu beschaffen.

 

9.4 Eingeführte Lehrwerke, die den SuS über die Schulbuchausleihe nicht zur Verfügung stehen:

Atlanten: Jede Schülerin/jeder Schüler muss für Übungen und Hausarbeiten selber über den Dierke-Weltatlas verfügen können. Er ist nicht über die Schulbuchausleihe zu beziehen.

Bei Neuanschaffung des Atlas sollte immer die neueste Ausgabe bevorzugt erworben werden.

 

diercke 

 

9.5 Atlanten, die zu unterrichtlichen Zwecken im Hause zur Verfügung stehen:

 

diercke 

https://www.klett.de/lehrwerk/haack-weltatlas-atlas-atlanten/produkt/isbn/978-3-623-49621-4/lehrer/bundesland-9/schulart-38/fach-16

 Haakatlas

http://www.diercke.de/atlanten

 

10. Fachkollegium, Vertreter/innen der Eltern und Schüler/innen
Das Fachkollegiumsetzt sich derzeit aus fünf Lehrkräften zusammen:

 
Herr Pollin
Herr Schroeder
Frau Suhrmüller
Herr Tibke

      Frau Wenning
 

letzte Aktualisierung: 29.3.2017

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